Schottlandreise 2019

Auch in diesem Jahr machten sich einige Schüler und Schülerinnen der Musikschule Hochsauerlandkreis, begleitet von Marcos Kopf, Michael Rzadkowsky, Jin Kim, Klaus Esser, Kathrin Lecking und Nina-Marie Ziemann, wieder auf den Weg, um schottisches Gebiet zu ergründen. Die Reise startete am Freitag, den 07.06.2019 am Mescheder Kreishaus und führte die Gruppe per Flug nach Glasgow und weiter in Richtung des Broomlee Centres des kleinen Örtchens West Linton, an dem die Konzertproben zusammen mit den schottischen Partnerschülern stattfinden sollten.

Bereits am Ankunftstag fielen sich alte Freunde in die Arme und neue Bekanntschaften wurden gemacht. Noch am selben Abend wurde geprobt und die Schüler und Schülerinnen musizierten erstmals in der deutsch-schottischen Besetzung. Bei Stücken wie dem „Libertango“ oder der „Pavane“ konnten sie sich kennenlernen und in neue Klangwelten eintauchen. Beim gemeinsamen Abendessen wurde sich rege ausgetauscht und das schottische Abenteuer konnte beginnen.

Die jungen Streicher erwartete ein neuer Probentag. Das Orchester mischte sich bunt und wieder erfüllten kulinarische und schottische Streicherklänge das Camp. Die Mahlzeiten und Pausen boten ebenfalls wieder die Möglichkeit miteinander zu plaudern und zu spielen.

Beliebte Freizeitbeschäftigungen waren unter anderem das „Hide and Seek“ – zu Deutsch das Versteckspiel – oder auch das klassische Fangen, bei denen jeder unermüdlich mitspielte.

Eine kleine Besonderheit krönte den Probentag, denn unsere Gastgeber gaben uns Einblicke in ihre Traditionen. Schottische „Cèilidh“-Tanzmusik erfüllte den Raum und wer nicht musizierte, tanzte in den deutsch-schottischen Reihen mit voller Freude mit. Die Stimmung war heiter und ausgelassen und begleitete alle in den kommenden Konzerttag.

Am nächsten Morgen sollte es nach einer letzten Probe in Richtung Broxburn, einer Stadt in West Lothian, gehen. Dort gab das Orchester seine Probenergebnisse zum Besten und begeisterte das Publikum. Die langen Probentage in West Linton hatten sich gelohnt! Es wurde geklatscht und gejubelt über die tolle Leistung, die die Kinder in so kurzer gemeinsamer Zeit erbracht hatten.

Schweren Herzens trennten sich nun die Wege der deutschen und schottischen Musiker, welche nun wieder ihren Heimweg antraten.

Uns führte die Reise jedoch weiter. Wir erkundeten Queensferry und seine drei bekannten Brücken, darunter eine der längsten

Hängebrücken der Welt, schlenderten durch das urige Örtchen und genossen den imposanten Brückenanblick vom Ufer aus, an dem wir kleine Krebse fanden oder Erinnerungssteine sammelten sowie unzählige Fotos schossen. Doch damit war das Ende unserer Schottlandreise noch nicht getan. Am nächsten Tag zog es uns in die schottische Hauptstadt, nach Edinburgh. Dort wurden wir von dem treuen schottischen Partner Gordon, welcher viele Jahre mit Georg Scheuerlein befreundet war, zunächst in das „National Museum of Scotland“ geführt. Dieses verbarg unzählige Bereiche und Ausstellungsstücke in sich und entfachte Begeisterung in allen. Vor allem die „Millenium Clock“ war ein beliebter Anblick. Diese wurde zur vollen Stunde in Gang gesetzt und begeisterte mit unzähligen Figuren und Details sowie ihrer Musik, dem dritten Satz aus dem a-Moll Konzert von Johann Sebastian Bach, während die ganzen Figuren herum rattern und bimmeln.

Nach dem Museum durfte die Gruppe die Stadt, vom strahlenden Sonnenschein begleitet, erkunden und stieß dabei eventuell auf den einen oder anderen Harry Potter Laden, ein paar Dudelsackspieler, schlemmte ganz klassisch eine Portion „Fish and Chips“ und durchstöberte die unzähligen Souvenirläden mit ihrem Shortbread-, Fudge- und Kaschmirangebot.

Der schottische Sommer konnte an diesem Tag vollstens genossen werden und brachte glückliche Reisende zurück in das Camp und am Folgetag in die heimatlichen Gefilde.

 

 

 

 

 

Bericht von Nina-Marie Ziemann